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Nachtkonzert

Di, 29.01.2019, 20:30 Uhr

Bach all’italiano

Konzerttranskriptionen nach Antonio Vivaldi
und Benedetto Marcello von Johann Sebastian Bach
in neuem Gewand
 

Ausführende :
Simon Borutzki, Blockflöte
Lea Rahel Bader, Barockcello
Magnus Andersson, Laute
Daniel Trumbull, Cembalo

Johann Sebastian Bach dürfte der Komponist sein, dessen Musik im Laufe der Musikgeschichte am häufigsten bearbeitet und arrangiert wurde. Weniger bekannt ist, dass auch Bach selbst sich als Arrangeur von Musik aus der Feder anderer Komponisten betätigt hat. So hat er etwa Konzerte seiner italienischen Kollegen Alessandro Marcello (1673—1747) und Antonio Vivaldi (1678—1741) äußerst kunstvoll für Cembalo und Orgel transkribiert, bei denen beide – Komponist und Bearbeiter – zu einer kongenialen Einheit zu verschmelzen scheinen.
Für Bach all’italiano hat sich der Blockflötist Simon Borutzki mit seinem Ensemble diesen Bearbeitungen gewidmet und daraus Konzerte für Blockflöte mit Continuo-Ensemble arrangiert, die italienische Emotion und deutsche Satzkunst der bachschen Bearbeitungen beibehalten und ihnen gleichzeitig die unnachahmliche Klangsprache der verschiedenen Blockflöten-Register und einer farbigen Basso-Continuo-Besetzung hinzugefügt. Denn wie sagte schon 1739 der Musikschriftsteller Johann Mattheson : »Entlehnen ist eine erlaubte Sache ; man muss die Nachahmungen aber so ausarbeiten, dass sie ein schöneres und besseres Ansehen gewinnen als die Sätze, aus welchen sie entlehnet sind.« Diese Maxime vor Augen zeigt der renommierte Flötist SimonBorutzki mit seinem Programm Bach all’italiano eine ganz neue und hochgradig individuelle Sicht auf Bachs Adaption des italienischen Stils – ganz im Sinne barocker Instrumentierungen eines Concerto da camera.

Simon Borutzki, Flötist © Simon BorutzkiSimon Borutzki zählt zu den herausragendsten und kreativsten Blockflötisten seiner Generation. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Prof. Michael Schneider und an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Christoph Huntgeburth. Gleichzeitig absolvierte er ein klassisches Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. 2005 gewann er den Gebrüder-Graun-Wettbewerb und wurde 2009 Stipendiat von Yehudi Menuhin Live Music Now. Intensive Auseinandersetzung mit Alter Musik, ihren Quellen und ihrem Instrumentarium. Sein Repertoire umfasst nahezu die gesamte Originalliteratur für Blockflöte, Neuentdeckungen sowie Transkriptionen der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts in eigenen Konzeptionen. Simon Borutzki ist auf zahlreichen CDs u. a. mit dem Vocalsoncort Berlin, dem Athesinus Consort, der Lautten Compagney und der Schola Stralsundensis zu hören. Seine eigenen CD-Konzepte wurden mit dem Editors’s Choice des Gramophone Magazin ausgezeichnet und erhielten eine Nominierung für den International Classical Music Award. Als künstlerischer Leiter und Dirigent des Berliner Blockflöten Orchesters hat Simon Borutzki neue Maßstäbe für das orchestrale Blockflötenspiel gesetzt. Preise beim Deutschen Orchesterwettbewerb und den internationalen Open Recorder Days Amsterdam. Das Berliner Blockflöten Orchester ist unter seiner Leitung erstmalig mit dem Programm Alla Turca auf CD zu hören.

Karten zum Preis von 12,- ermäßigt 6,- Euro  sind erhältlich im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.), Tel.: 05201/183152 oder unter: kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik
Musik / Konzerte

Veranstaltungsort
Herz-Jesu-Kirche, Bismarkstrasse, Halle Westfalen, Halle (Westf.)
Veranstalter
Johanniskantorei und Stadt Halle (Westf.)
Kontaktdaten
Telefon: 05201 183164
E-Mail:
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