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GEBURTSTAGSKONZERT - BEETHOVEN ZUM 250.

Di, 28.01.2020, 19:30 Uhr

PIERRE RODE – QUATUOR OP. 18
FRANZ KROMMER – QUARTETT OP. 18 / 3
LUDWIG VAN BEETHOVEN – QUARTETT OP. 18 / 1

AUSFÜHRENDE

Schuppanzigh-Quartett (auf Originalinstrumenten der Beethoven-Zeit)

■ Anton Steck, Katja Grüttner, Violine
■ Christian Goosses, Viola
■ Werner Matzke, Violoncello 

Schuppanzigh - Quartett © Schuppanzigh - Quartett

Opus 18 – nur eine Zahl? – Die Zahl 18 bedeutet für uns die Volljährigkeit, also die Reife, in der Regel auch die Schulreife. Sie stellt auch einen Einschnitt dar. Interessanterweise gibt es um das Jahr 1800 drei Komponisten, die Streichquartette mit der Opuszahl „18“ komponierten: Der Pariser Violinvirtuose Pierre Rode, der Böhme Franz Krommer und Ludwig van Beethoven.
Rode wurde im Alter von 21 Jahren bereits zum Professor am Pariser Konservatorium ernannt und mit 25 in die Privatkapelle Napoleons berufen. Krommer war ab 1795 Kapellmeister in Ungarn und kam 1810 wieder zurück nach Wien. Beethoven war mit knapp 30 Jahren (um 1800) bereits so gut wie taub und konnte seinen Beruf als Pianist nicht mehr ausführen. Sein erstes Testament (Heiligenstädter Testament) schrieb er 1802, kurz nachdem seine Quartette Opus 18 im Druck erschienen sind. Das erste in F-Dur, welches der Geiger der Uraufführung, Ignaz Schuppanzigh, für das beste hielt, existiert in einer handschriftlich überlieferten Frühfassung, die wir für den interessanteren „Wurf“ halten.
Die drei Werke könnten verschiedener nicht sein: Das herannahende französische „Empire“ (Rode), der verspielte Wiener Salon (Krommer) und der an der Schwelle in eine neue Zeit stehende Beethoven, der nicht zuletzt im langsamen Satz des F-Dur Quartettes in bisher nie dagewesene Sphären eindringt.

Das SCHUPPANZIGH-QUARTETT wurde 1996 vom Geiger Anton Steck gegründet. Ein Datum mit Signalwirkung, denn genau 200 Jahre zuvor formte der Namenspatron, der Wiener Geiger Ignaz Schuppanzigh (1776 – 1830), das erste, in fester Besetzung spielende Profi -Streichquartett. Dieser historische Vorgänger führte unter anderem Werke von Beethoven oder Schubert erstmals auf. In diesem Sinn will das heutige Schuppanzigh-Quartett den Geist der alten Zeit aufl eben lassen. Die vier Streicher, allesamt Experten der „ historisch informierten“ Aufführungspraxis, schärfen das Bewusstsein ihrer Zuhörer für eine fruchtbare frühe Phase der Gattung Streichquartett. 

Eintrittskarten zum Preis von 12,- / erm. 6,- Euro sind erhältlich im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.), Tel.: 05201/183152, oder unter kulturbuero@hallewestfalen.de

 

 

Rubrik
Musik / Konzerte

Veranstaltungsort
St. Johanniskirche, Halle (Westf.)
Veranstalter
St. Johanniskantorei und Stadt Halle Westfalen
Kontaktdaten
Telefon: 05201 183164
E-Mail:
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