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Chorkonzert II (Wiederholung)

So, 10.02.2019, 17:00 Uhr

Johann Sebastian Bach
h-Moll-Messe BWV 232

Ausführende:
Cornelie Isenbürger, Sopran
Yvi Jänicke, Alt
Tilman Lichdi, Tenor
Jens Hamann, Bass
Bach-Chor der Johanniskantorei Halle
Ensemble Aperto auf historischen Instrumenten
Leitung : Martin Rieker

Die h-Moll-Messe ist Johann Sebastian Bachs letzte große Komposition, die er vollenden konnte. Heute wird die sehr anspruchsvolle h-Moll-Messe von den großen Bach-Werken weltweit am häufigsten aufgeführt. Nach dem Tod des Komponisten 1750 gerieten für fast hundert Jahre seine Vokalwerke – Kantaten, Oratorien und Passionen – weitgehend in Vergessenheit. Einzig die h-Moll-Messe stand weiterhin in hohem Ansehen und wurde im 19. Jahrhundert wegen der hohen Wertschätzung als „Hohe Messe“ bezeichnet. Bachs ursprüngliche Vertonung von 1733, die nur Kyrie und Gloria umfasste, entsprach den damaligen Gepflogenheiten protestantischer Kirchenmusik. Die späte Erweiterung dieses bereits großen Wurfs zur „missa tota“, zur „großen catholischen Messe“ - wie Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel sie bezeichnete - bildet mit der Ergänzung von Credo, Sanctus und Agnus Dei sein umfangreichstes lateinisches Kirchenwerk. Charakteristisch für diese Komposition ist eine durchgängige kontrapunktische Dichte, die sich insbesondere in kunstvollen Chorfugen niederschlägt. Anders als die Kantaten, die dialogisch auf Kontemplation angelegt sind und das subjektiv-affektive Element im Hörer ansprechen, und anders als die Passionen, die auf eine dramatische Vergegenwärtigung abzielen, ist die h-Moll-Messe von Objektivität, Abstraktion und Universalität gekennzeichnet. 

 Cornelie Isenbürger © Cornelie Isenbürger

Cornelie Isenbürger Nach dem Studium (Folkwang-Hochschule Essen und Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) schloss sie die Künstlerische Reifeprüfung mit Auszeichnung ab. Preisträgerin des Gesangswettbewerbs der NRWMusikhochschulen. Während des Studiums Beginn einer intensiven Konzerttätigkeit in Deutschland, u. a. beim Westfälischen Musikfest, Düsseldorfer Altstadtherbst, Festwochen Hannover-Herrenhausen sowie im europäischen Ausland. Erstes Festengagement am Landestheater Coburg, z. Z. Ensemblemitglied des Theaters Bielefeld. Gastengagements an zahlreichen Bühnen. Bei den Münchner Opernfestspielen 2006 sang Cornelie Isenbürger an der Bayrischen Staatsoper die Almirena in Rinaldo, Nominierung zur Nachwuchssängerin des Jahres der Zeitschrift Opernwelt. Cornelie Isenbürger ist Preisträgerin des Bielefelder Operntalers und seit über 15 Jahren auch als Gesangslehrerin aktiv.

 Yvi Jänicke, Mezzosopran und Alt © Yvi Jänicke

Yvi Jänicke, Mezzosopran und Altistin, nach Abschluss des Schulmusik- und Klavierstudiums Gesangsstudium bei Helmut Kretschmar in Detmold. Teilnahme an internationalen Wettbewerben – u. a. ein 1. Preis im Fach Lied beim renommierten Gesangswettbewerb in s’Hertogenbosch –, erste Engagements an Opernhäusern in Krefeld/Mönchengladbach und Bern. 1994 wurde die gebürtige Berlinerin Mitglied des Solistenensemblesder Hamburger Staatsoper. Viele Hosenrollen wie Sesto/Titus, Cherubino, Hänsel und Muse/Nicklausse, aber auch Rosina, Dorabella, Suzuki, Maddalena, Fenena, Mrs. Quickly, Emila, Olga, Polina, Flosshilde, Cornelia. Neben ihrer Operntätigkeit intensiver Lied- und Oratoriengesang ; Konzerte in Europa, USA, Kanada, Singapore und Japan, auf Festivals wie in Luzern, Schubertiade Feldkirch, Bergen-Festival, Prager Frühling, Lincoln Center Festival New York und Schleswig- Holstein-Festival. Rundfunkaufnahmen und zahlreiche CDs mit selten zu hörenden Liedern von Georges Bizet, Robert Volkmann, Carl Loewe, Julius Weismann und Ermanno Wolf Ferrari. Aber auch Gustav Mahlers Lied von der Erde und Hans Pfitzners Der Blumen Rache, Bachs Johannes-Passion u. a. Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Dmitrij Kitajenko, David Shallon, Ingo Metzmacher, Christoph Eschenbach, Kazushi Ono, Roberto Abbado, Ion Marin, Denis Russel Davis, Miguel Gomez Martinez, Alessandro de Marchi, Michail Jurowski, Marek Janowski, Lothar Zargrosek, Jesus Lopez-Cobos, Stefan Soltesz, Peter Schreier, Christoph Prick, Gerd Albrecht, Alexander Lazarev und Helmut Rilling. Seit 2008 ist sie Professorin für das Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

 

 Lichdi, Tilmann © Lichdi, Tilmann

Tilman Lichdi, Tenor, erhielt im Alter von 18 Jahren seinen ersten Gesangsunterricht bei Alois Treml (Staatstheater Stuttgart), wechselte jedoch 1999 nach Würzburg zu Charlotte Lehmann zum Gesangsstudium, das er mit Auszeichnung abschloss. Lichdi hat sich als einer der bedeutendsten Bach- und Liedinterpreten etabliert. Besonders begeistert er als Evangelist in den Bachschen Oratorien und Passionen. Rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Er ist Träger des Bayerischen Kunstförderpreises 2012 im Bereich Darstellende Kunst.

 

 Jens Hamann, Bariton © Jens Hamann

Jens Hamann war Mitglied der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und des Kammerchores Stuttgart. Er absolvierte sein Studium an der Staatlichen Musikhochschule Mannheim bei Rudolf Piernay und in der Opernschule. 2006 erhielt er den Sonderpreis Alte Musik des Saarländischen Rundfunks »für herausragende Leistungen im Bereich Oratoriengesang« und ist Bach-Preisträger des renommierten XVI. Int. Joh.-Seb.-Bach-Wettbewerbs 2008 in Leipzig. Der Bariton trat in den Vereinigten Staaten, China, Costa Rica und Russland auf. Der vielseitige Sänger ist ein gern gesehener Gast in den europäischen Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam oder dem Parco della Musica Rom sowie bei herausragenden Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, dem Festival Oude Muziek Utrecht, dem Festival de musique de La Chaise-Dieu oder dem Musikfest Bremen. Hier musiziert er mit La Petite Bande, dem RIAS Kammerchor oder der Gächinger Kantorei unter Dirigenten wie Sigiswald Kuijken, Helmuth Rilling, Morten Schuldt-Jensen, Hans-Christoph Rademann oder Thomas Fey.

 

Karten zum Preis von:
Kategorie A = 25,- Euro
Kategorie B = 16,- Euro / erm. 9,- Euro
Kategorie C = 12,- Euro / erm. 7,- Euro

sind erhältlich in der Touristinformation Bielefeld,  im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),
Tel.: 05201/183152 oder unter: kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik
Kirchenmusik

Veranstaltungsort
Altstädter Nicolai Kirche,Bielefeld
Veranstalter
Johanniskantorei und Stadt Halle Westfalen
Kontaktdaten
Telefon: 05201 183164
E-Mail:
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