Sie sind hier:

CHORKONZERT II

Sa, 11.02.2017, 17:00 Uhr

Ludwig Meinardus (1827–1896)
Luther in Worms op. 36

„Luther in Worms“ ist das einZige größere geistliche Musikwerk, das den Reformator in den Mittelpunkt stellt. Da ist es naheliegend, dass dieses Oratorium im Gedenkjahr der Reformation bei den 54. Haller Bachtagen im Januar 2017 erklingen wird. Weniger selbstverständlich ist, dass damit ein weithin unbekannter Komponist gewürdigt wird.
Ludwig Meinardus hatte seit 1887 als Musikdirektor von Bethel an der kurz zuvor errichteten Zionskirche gewirkt. Zuvor hatte er ein unstetes Leben geführt: als Chorleiter in Glogau, als freischaffender Musiker in Dresden, als Musikredakteur in Hamburg.
Das Oratorium „Luther in Worms“ entstand in Dresden. Komponiert hat Meinardus das Werk aus Anlass der Reichsgründung von 1871. Das Oratorium verstand sich indes nicht als ein Stück musikalischer Propaganda für die evangelische Sache. Das zeigt sich schon darin, dass der Abbé Franz Liszt sich für die Uraufführung im Jahre 1874 in Weimar stark gemacht hatte.

Ausführende :
Catalina Bertucci, Sopran ; Annette Gutjahr, Alt
Herbert Lippert, Tenor
Markus Flaig, Matthias Vieweg, Bass
Bach-Chor der Johanniskantorei Halle
Ensemble Aperto
Leitung: Martin Rieker

 Catalina Bertucci © Fotomedia Markus SchmidtCatalina Bertucci, Die chilenisch-italienische Sopranistin studierte an der Pontificia Universidad Católica de Chile Gesang und Alte Musik. Stipendiatin der Universidad Católica sowie des Teatro Municipal de Santiago. Nach Abschluss Aufbaustudium für künstlerischen Gesang in der Klasse von Barbara Schlick (Hochschule für Musik Köln) und ein Konzertexamen bei Gerhild Romberger (Hochschule für Musik Detmold). Meisterkurse u. a. bei Angelika Kirchschlager, András Schiff, Andreas Scholl, Hedwig Fassbender und Margreet Honig. Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, Stipendiatin des Richard Wagner Verbandes Solingen, Bergisches Land. 2009—2012 festes Ensemblemitglied am Landestheater Detmold. Gastierte u. a. am Staatstheater Darmstadt, an Semperoper und Staatsoperette Dresden, am Staatstheater Cottbus, Theater Ulm, Theater Freiburg, Royal Theater Norwich und Teatro Municipal de Santiago. Sie sang u. a. beim Alte Musik Festival Knechtsteden, mit Concerto Köln (Hermann Max) Luther in Worms (CD); bei den Händel-Festspielen Halle, Saale, und 2014 im Prinzregententheater in München mit einer konzertanten Version der Oper Feuersnot von Richard Strauss in der Rolle der Walpurga.

Annette Gutjahr © Annette Gutjahr Annette Gutjahr, Alt, Ausbildung bei Marjana Lipovsek und Alfred Burgstaller (Salzburg/Wien), bei Theo Wiedebusch (Bremen) ; Meisterkurse. 2003 Stipendiatin des Richard Wagner-Verbands Bremen. Oratorienpartien
von Bach, Händel, Vivaldi, Mozart ; inzwischen spezialisiert sie sich zunehmend auf das romantische Repertoire. 2013 WDR-CD-Produktion Luther in Worms (L. Meinardus) mit Concerto Köln ; Duruflés Requiem im Hamburger Marien- Dom, 2014 das Verdi Requiem (Komische Oper Berlin), 2015 Frank Martins In terra pax und das Requiem von Franz von Suppé (Laeiszhalle Hamburg). Elgars Sea Pictures ; Lieder u. a. von Brahms, Mahler, Dvorák, spielte sie 2013 mit dem Pianisten Matthias Veit auf der CD Dunkles Leuchten ein. Als Solistin tritt Annette Gutjahr regelmäßig auch in der Laeiszhalle Hamburg auf.

 Herbert Lippert © Haller BachtageHerbert Lippert; Solist bei den Wiener Sängerknaben, Studium an der Universität Wien, Abschluss mit Auszeichnung. Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Förderer waren Sir Georg Solti und Wolfgang Sawallisch. Einspielungen und Konzerte mit Nikolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus, mit Riccardo Muti, Fabio Luisi und der Staatskapelle Dresden, mit Franz Welser- Möst und den Wiener Philharmonikern sowie Opernauftritte an der Wiener Volksoper und an der Oper Graz. Im Juni 2014 sprang er an der Wiener Staatsoper für den während der Vorstellung indisponierten Peter Seiffert im 2. Akt als Siegmund in Die Walküre ein und sang damit eine Rolle als Heldentenor. 2014 sang Lippert an der Wiener Staatsoper den Golizyn in einer Neuinszenierung der Chowanschtschina von Modest
Mussorgsky.

 Markus Flaig © Juri JurtschenkoMarkus Flaig kam über die Orgel zur Musik und über ein Schul- und Kirchenmusikstudium zum Gesang. In Horb am Neckar geboren, studierte er bei Beata Heuer-Christen in Freiburg und bei Berthold Possemeyer in Frankfurt am Main ; seit einigen Jahren arbeitet er mit Carol Meyer-Bruetting. Konzertreisen führten den Bassbariton durch ganz Europa, nach Kolumbien, Mexiko und Korea sowie nach Japan für eine Tournee unter Masaaki Suzuki. Mit dem Ensemble Alta Ripa hat er sein erstes Solo-Album eingespielt mit Kantaten von Bach (BWV 82), Telemann und Graupner.

 Matthias Vieweg © Matthias ViewegMatthias Vieweg, Klavierstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, Abschluss 1999 mit dem Konzertexamen. Weitere Studien bei Hans Hotter, Dietrich Fischer-Dieskau, George Fortune, Rudolf Piernay und Peter Schreier. Gastengagements an Komischer Oper und Staatsoper Berlin, am Theatre du Capitole Toulouse, Hans-Otto-Theater Potsdam sowie nach Tokio und bei vielen internationalen Musikfestivals. Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch, Günter Neuhold, René Jacobs, Philippe Pierlot, Pierre Hantai, Ludger Rémy, Hermann Max und Helmuth Rilling und mit Ensembles wie der Staatskapelle Berlin, Cairo Symphony Orchestra, der Akademie für Alte Musik, dem Collegium Vocale Gent, dem Ricercar Consort, dem Concert Francaise, der Rheinischen Kantorei oder der Lautten Compagney.

Karten zum Preis von:
Kategorie A = 25,- Euro
Kategorie B = 16,- Euro / erm. 9,- Euro
Kategorie c = 12,- Euro / erm. 7,- Euro

sind erhältlich im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),
Tel.: 05201/183152
oder unter : kulturbuero@hallewestfalen.de

 

Rubrik
Musik / Konzerte

Veranstaltungsort
St. Johanniskirche, Halle (Westf.)
Veranstalter
St. Johanniskantorei und Stadt Halle Westfalen
Kontaktdaten
Telefon: 05201 183164
Homepage: www.haller-bach-tage.de
«zurück