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Chorkonzert I

So, 27.01.2019, 17:00 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685—1750)
Johannes-Passion BWV 245

Von den insgesamt fünf Passionsmusiken Bachs sind nur zwei überliefert: die Johannes-Passion von 1724 (BWV 245) und die 1727 uraufgeführte Matthäus-Passion (BWV 244). Sie zählen zu den bedeutendsten Werken der Musikgeschichte. In ihrem Typus folgen sie der textlich gemischten „Oratorischen Passion“ mit Bibelwort, Barockdichtung und Choralstrophen. Die musikalische Gestaltung ist geprägt durch die Besetzung für vierstimmigen Chor, Gesangssolisten und Orchester.
Beide Werke haben den gleichen dramaturgischen Aufbau, der den fünf verschiedenen Orten und Ereignissen des Geschehens fünf Akte in der Passion zuordnet. Während aber der Passionsbericht des Matthäus alle einzelnen Leidensstationen detailliert und episch breit erzählend vorstellt, konzentriert sich bei Johannes die Leidensgeschichte mehr auf das zentrale Ereignis Jesus vor Pilatus. Durch diese höchste Aufmerksamkeit auf die Gestalt Jesu werden Nebenhandlungen vermieden. Die Johannes-Passion ist also dem „dramatischen Stil“ zuzuordnen.

Ausführende :
Tanya Aspelmeier, Sopran
Anne-Beke Sontag, Alt
Knut Schoch, Tenor
Konstantin Heintel, Bass
Chorensemble der Johanniskantorei Halle Westfalen
Ensemble Aperto
Leitung : Martin Rieker

Tanya Aspelmeier © Tanya Aspelmeier   Tanya Aspelmeier, Sopran, studierte Gesang (Sparten Lied, Oratorium, Oper) an der Musikhochschule Hamburg. Repertoire von Barockoper und Operette bis zum zeitgenössischen Musiktheater, Oratorium und Lied. Gastengagements führten sie auf renommierte Festivals in Europa, Asien, Australien und Südamerika. Sie arbeitete mit Frieder Bernius, Ivor Bolton, Thomas Hengelbrock, Konrad Junghänel, Francoise Lasserre oder Ingo Metzmacher. Zahlreiche Rundfunk-/CD-Aufnahmen, u. a. erhielt die CD Bach,Lotti, Zelenka (Thomas Hengelbrock), bei der sie als Solistin mitwirkte, 2010 den Gramophone Award. Neben Gesangs- und Interpretationsmeisterkursen in Europa und Japan, Australien, lehrt die Gesangspädagogin seit 2008 an der Hochschule für Künste Bremen (Abteilung Alte Musik) und seit 2013 am Hamburger Konservatorium. Im Wagnerjahr 2013 debütierte sie unter Thomas Hengelbrock im Parsifal in Deutschland und Spanien. 2015 war sie u. a. in der Laeiszhalle Hamburg mit den Vier letzten Liedern von Richard Strauss zu hören. 2017 sang sie während der Eröffnungskonzerte der Elbphilharmonie.
 Anne Beke Sontag, Alt © Thomas Faust

 Anne-Beke Sontag (Alt) studierte als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes Schulmusik und Germanistik und schloss ihre Studien mit einem Aufbaustudium für Gesang an der Musikhochschule in Lübeck ab. Seit vielen Jahren verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit Ulla Groenewold. Anne-Beke Sontag hat sich im Oratorienfach ein umfangreiches Repertoire mit Werken von der Renaissance bis zur Moderne erarbeitet. Konzertverpflichtungen führten sie in den vergangenen Jahren wiederholt nach Norditalien. CD-Produktionen und Rundfunkaufnahmen runden ihr künstlerisches Schaffen ab. Ferner hat sich Anne-Beke Sontag auch als Dirigentin einen Namen gemacht. Jugendchor- und Kantoreiarbeit führten sie zuletzt im Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy zusammen, aktuell bereitet sie eine Aufführung der Matthäus-Passion von Bach vor. 

 Knut Schoch © Knut Schoch

Knut Schoch (Tenor) studierte in seiner Heimatstadt Hamburg bei Wilfried Jochens und Alan Speer, Meisterkurse bei Jill Feldman, Margreet Honig, James Wagner und Hartmut Höll. Er hat ein großes, breit gefächertes Repertoire von Werken des Mittelalters bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Musik ; Schwerpunkt ist der Bereich barocke und klassische Oper (u. a. Monteverdi, Keiser, Händel, Campra, Mozart) sowie das Oratorium. Hier machte er sich insbesondere einen Namen als Interpret der Werke von Bach, Händel u. a. Die wortbetonte Auseinandersetzung mit diesem Genre prädestiniert ihn für die Arbeit am klassischen und romantischen Lied, dem seine besondere Liebe gilt: So spielte er mit dem Gitarristen Carsten Linck u. a. Schuberts Schöne Müllerin ein, stellte mit Eckart Begemann sowie Ludger Rémy am Hammerflügel die Schubert- Zyklen vor, kreiert zusammen mit Johannes Debus am Flügel ausgefallene Liedprogramme. Gemeinsame Arbeit mit dem Pianisten Norman Shetler. Er trat als Solist bei vielen renommierten Festivals sowie in bedeutenden Konzerthäusern in ganz Europa, Asien und Amerika auf, arbeitete mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Thomas Hengelbrock, Sigiswald Kuijken, Ton Koopman oder Gustav Leonhardt .

 Konstantin Heintel, Bass-Bariton © Konstantin Heintel Konstantin Heintel (Bass-Bariton). Der Bremerhavener begann mit Gesang im Bach-Chor Bremerhaven, weiter bei Ks. Mihai Zamfir in Bremen. Wegweisende Lehrer waren Tom Krause, Elisabeth Bengtsson- Opitz und Ronald Balg. Während des Studiums an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg erste Kontakte im Konzertfach. Seine stilistische Flexibilität, sein Klangvolumen und große Präsenz im Ausdruck ermöglichen ihm ein breites Spektrum in Oratorium, Lied und Oper – von der Alten Musik bis hin zur Moderne. Das macht ihn zu einem gefragten Sänger. Konzertreisen führten ihn u. a. nach China, in die Niederlande, Schweiz, nach Dänemark und Frankreich. Er arbeitet mit der Kammer Sinfonie Bremen, den Hamburger Symphonikern, dem Ensemble Reflektor, dem Ensemble Schirokko Hamburg, dem Elbipolis Barockorchester Hamburg, dem Barockorchester L'Arco Hannover, dem Göttinger Barockorchester.

Karten zum Preis von:
Kategorie A = 25,- Euro
Kategorie B = 16,- Euro / erm. 9,- Euro
Kategorie c = 12,- Euro / erm. 7,- Euro

sind erhältlich im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),
Tel.: 05201/183152
oder unter: kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik
Kirchenmusik

Veranstaltungsort
St. Johanniskirche, Halle (Westf.)
Veranstalter
Johanniskantorei und Stadt Halle Westf.
Kontaktdaten
Telefon: 05201 183164
E-Mail:
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