Klassikfestival vom 5.-14.2.2010
Donnerstag, 09.Februar 2006
St. Johanniskirche, Halle
Musikerschicksale aus der Zeit des Nationalsozialismus
Erwin Schulhoff (1894–1942)
Cellosonate op. 17 (komponiert 1914)
Frisch – langsam und getragen – fließend, im Tempo di Minuetto – Rondo munter
Karl Weigl (1881–1949)
Cellosonate (komponiert 1920)
Pavel Haas (1899–1944)
Zwei Lieder aus dem Liederzyklus "Vier Lieder nach alter chinesischer Poesie", entstanden 1944 in Theresienstadt
Viktor Ullmann (1898–1944)
Lied Nr. 2 aus "Fünf Liebeslieder"
Lied Nr. 1 aus "Gesänge nach Gedichten von Friedrich Hölderlin" – entstanden 1943 in Theresienstadt
Karel Reiner (1910–1979)
Sonata Brevis (komponiert 1947)
Ausführende:
Sebastian Foron, Violoncello; Julia Bartha, Klavier
"Unser Wille, Kunst zu schaffen, ist immer so stark gewesen, wie der Wille zu überleben." Pavel Haas, Theresienstadt
1972 in Göttingen geboren, begann das Klavierspiel mit fünf Jahren und debütierte mit 14 Jahren als Solistin im Klavierkonzert von Grieg. 1990 gewann sie den 1. Bundespreis bei "Jugend musiziert". Konzertverpflichtungen führten sie bislang nach Irland, Holland und in die Schweiz. Neben Solokonzerten und Kammermusik gilt ihr Interesse Literaturmusikabenden, 2004 erschien ihre Debut-CD mit Werken von Schumann, Kirchner, Zemlinsky u. Brahms.
studierte zunächst an der Musikhochschule Mannheim bei M. Flaksman. Nach Studien an der University of Southern California, Los Angeles, bei Frau E. Schoenfeld beendete er sein Musikstudium an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf bei J. Goritzki. Die zeitgenössische Musik bildet einen wichtigen Bestandteil seiner künstlerischen Tätigkeit. So arbeitete er mit Komponisten wie L. Andriessen und M. Trojahn zusammen, dessen Sonate Nr.2 er einspielte.
